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Von Sinn und Unsinn des Prozess-Machens

02.04.2011 11:52:37 | Steigele | 0 Kommentare
Meiner einer ist ja ein Prozess-Consultant. Es liegt daher in der Natur der Sache, dass ich wiederholt auf die Erkenntnisse von dokumentierten und bisweilen in Frameworks abgebildeten Prozessen bewege und auch bewegen muss. In diesem Zusammenhang steht oft, ja fast immer die Kernfrage, brauche ich diesen oder jenen Prozess.

Meiner einer ist ja ein Prozess-Consultant. Es liegt daher in der Natur der Sache, dass ich wiederholt auf die Erkenntnisse von dokumentierten und bisweilen in Frameworks abgebildeten Prozessen bewege und auch bewegen muss. In diesem Zusammenhang steht oft, ja fast immer die Kernfrage, brauche ich diesen oder jenen Prozess.

Der Antworten dazu gibt es in meiner Zunft viele. Am einfachsten sind wohl die folgenden:

 

  • Das Framework X oder Y sieht diesen oder jenen Prozess vor, also brauchen wir Ihn
  • Wenn wir Prozess X oder Y innerhalb dieses Prozessframeworks nicht verwenden, kippt die Gesamteffizienz aller anderen Prozesse
  • Das ist abhängig von dem, was Sie als Kunde erreichen wollen....


Mit den obigen Antworten konnte ich mich noch nie identifizieren, wohl aber mit folgender Herangehensweise:
 

  1. Ich frage je nach Art der Problemstellung, welche Mehrauwände, betrieblichen Hindernisse oder umsatzschädigende Folgen bis heute entstanden sind, weil besagter Prozess bisher nicht vorhanden war
  2. Ich frage mich selbst zuerst im Stillen, danach die Beteiligten, inwieweit bestimmte grundlegende Erfolgsfaktoren für die Umsetzbarkeit eines geplanten Prozesses gegeben sind
  3. Ich denke zuerst im Stillen, dann im offenen Plenum über Einführungsrisiken nach.
  4. Ich frage offen, wie oft man diesen Prozess dann im täglichen Betriebsleben wirklich einsetzen wird
  5. Ich frage offen, welche Automatisierungsinstrumente man zum Handling des Prozesses braucht.
  6. Ich frage klar nach, ob für die Umsetzung des Prozesses auch die "Herzen und Köpfe" vorhanden sind.

Last but not least: Frage ich mich und den Kunden, inwieweit man auf Basis vorhandener Ressourcen in der Lage ist, die Abwicklung des Prozesses zu tragen.

Warum:

So attraktiv es sein kann rund um das goldene Kalb "Prozess" seine Tänze aufzuführen, so unsinning ist es, wenn dazu der betriebswirtschaftliche Sinn und die Grundlagen zur Prozessnachhaltigkeit fehlen.

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