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Supply Chain im IT-Management - Der Blick über den Gartenzaun

14.08.2010 16:45:07 | Steigele | 0 Kommentare
Im Rahmen einer Fachdiskussion mit einer Einkaufseinheit im öffentlichen Dienst wurde ich zuletzt gefragt,

Im Rahmen einer Fachdiskussion mit einer Einkaufseinheit im öffentlichen Dienst wurde ich zuletzt gefragt, ob man sich beim Einkaufen von IT-Ressourcen auf ITIL verlassen könne. Mir wurde diese Frage gestellt, weil man mir unterstellte, dass ich als ausgebildeter ITILv3-Mann wohl eine entsprechend hoffnungsvolle Antwort geben könne.

Meine Antwort war folgende: Für das grundlegende Verständnis zum Einkauf von IT-Ressourcen mögen die Anmerkungen und Repliken aus ITIL vielleicht noch reichen, für die effiziente und effektive Umsetzung von Einkaufsvorhaben alleine rate ich davon ab.

Warum, Es gibt besseres. Wer sich wirklich tiefer und verrantwortungsvoller in die Thematik IT-Ressourcen-Einkauf einarbeiten will, sollte sich bei den Prozessen rund um das Supplier-Management vor allem auf die Supply Chain Operations Reference abstützen. Ich sage ausdrücklich abstützen. Wollte man wirklich alles der Empfehlungen und Best Practice aus dem Supply Chain Management umsetzen wollen, käme es zu einem veritablen Overkill. Aber die folgenden Themen sind auch für die IT von Relevanz:

1. Ressourcenklassifizierung
2. Lieferantenklassifizierung
3. Vertragsklassifizierung
4. Festlegung von Beschaffungsregeln
5. Prozesse zur Ressourcen, Lieferanten- und Vertragserfassung
6. Prozesse zur Lieferanten- und Vertragsverwaltung
7. Lieferantenrating und Überprüfung von Vertragsleistungen

Doch darf man IT und die Fachkenntnisse der IT-Fachkräfte in einem "Buying Center" nicht aussen vor lassen. Vieles in ITIL beschreibt, nach welchen Anforderungen und Wirkungsparametern IT-Ressourcen beschafft werden sollten, und warum.

Die obige Fragestellung hat mir als Berater aber wieder einmal eines gezeigt.

1. Betrachte jdie Emfpehlungen von eglichem Best-Practice-Framework nach der praktischen Auswirkung auf den jeweiligen Anlassfall
2. Betrachte diese Frameworks keinesfalls als Bibel oder den Willen Gottes
3. Höre nie auf kritisch zu sein
4. Blicke als Berater immer über den Gartenzaun, bilde dich frühzeitig fort, es gibt mit Sicherheit Lösungsansätze die noch effizienter sind, als die aktuell gepredigten.

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